Der Prozess der Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann ist auf einem guten Weg. Im Oktober wird sich in Deutschland die Aufhebung des Frauenfußballverbots zum vierzigsten Mal jähren. Seit fünf Jahren können deutsche Frauen auch Kanzler werden, wenn ihnen danach ist. Und kommenden Donnerstag eröffnet das Deutsche Theatermuseum in München die Ausstellung „Regie-Frauen – ein Männerberuf in Frauenhand“. Wir, die aufgeklärt und tolerant erzogenen Männer, gönnen es den Frauen von Herzen und freuen uns mit ihnen. Es freut uns, wenn Frauen die Abseitsregeln erklären können, wenn Frauen uns zu einem romantischen Restaurantbesuch einladen und danach auch noch bis vor die Haustüre fahren. Wir freuen uns, dass wir peu à peu von all diesen nervigen Zwängen und Konventionen befreit werden. Nie wieder Frauen in den Mantel helfen müssen, nie wieder ihnen die Autotür aufhalten, nie wieder Blumen schenken. Großartig!
Doch eine Sache stinkt den Männern gewaltig! Ein kulturelles Gut voller Sehnsüchte und Träume wird uns seit Äonen von Jahren vorenthalten: Vampire. Fälle, in denen Vampire Frauen bis zur Widerstandslosigkeit betört und verführt haben, ihnen an die Hälse gegangen sind, gibt es zuhauf. Aber weibliche Vampire – seien es nun Vampirinnen, Vampiressen, Vampiretten oder schlicht Vampirfrauen – die uns Männer verführen: Fehlanzeige. Dabei wünschen wir uns doch auch so sehnlich gefährliche Geschöpfe, die uns aufs Niederträchtigste be- und ausnutzen, vernichten wollen. Aber vor allem sehnen wir uns nach hübschen Vampirheroinen, die uns vor den bösen (ebenfalls hübschen) Vampiressen beschützen. In TWILIGHT hat Bella ihren Edward, in VAMPIRE DIARIES hat die bezaubernde Elena Gilbert ihren Stefan Salvatore. Und wir Männer? Vor Jahr und Tag konnten wir uns gerade mal an der Kinderbuchreihe DER KLEINE VAMPIR erfreuen, in der sich das Menschenkind Anton mit dem Vampirkind Rüdiger anfreundet. Schön. Aber da ging es nur um Freundschaft und um Abenteuer, mitnichten um Gefahr oder Liebe, geschweige denn um wilden, verderbten Intimkontakt zwischen Menschenmann und Vampirfrau.
Klar, es gibt da auch noch diese UNDERWORLD-Vampirfilme, doch diese Vampirfrauen sind uns Männern bei allem Liebreiz dann doch ein wenig zu zickig und widerborstig. Wir Männer haben nach wie vor ein äußerst problematisches Verhältnis zu den Untotinnen und Untoten.
Ständig sind es wir, die nächtens mit Holzpflöcken irgendwelche Mistkerle mit überlangen Eckzähnen aus dem Weg schaffen müssen. Und natürlich sind wir es, die ständig auf einsame, verfallene Vampirschlösser fahren müssen, um irgendeinem Grafen Orlok mal wieder ein Haus anzudrehen. Hat uns auf solchen Reisen jemals eine Vampirfrau aufgemacht und uns bis auf den Tod verführt? Eben. Stattdessen öffnet dieser blöde Orlok und schnappt sich dann auch noch unsere Frauen.
Doch wir Männer harren weiter aus. Denn irgendwo, noch versteckt und verborgen, gibt es bestimmt ein Volk von vampirischen Amazonen, die nur darauf warten, die Menschheit, speziell die männliche, zu vernichten. Denn auch wir Männer haben schöne Hälse.
Maximilian Theiss
liebe vampir frauen
ich auch eine Vampir frau haben für ganzen leben lang oder Jahrhunderte lange haben und lieben, bis der Tod uns scheidet.
ich will Christine Gügler für mich haben und dass sie mich beschützen muss.
es grüsse euch Daniel Wassmer