Die Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Theaterakademie August Everding

Überraschungskonzert

Foto: Christoph Schaller

Foto: Christoph Schaller

Die Münchner Indie-Pop-Band KYTES hat ihren eigenen Sound irgendwo zwischen Twoo Door Cinema Club und den Strokes gefunden. Beim Theaterfestival radikal jung geben sie ein überraschendes Konzert zum Tanz in den Mai.

Dabei sind die KYTES gerade auf Tour. On the road, Unterwegs mit Freunden. Besser gesagt mit den Sportfreunden. Vor dem Rauschen des Tourbusses auf der Autobahn konnte sich Jakob Wihgrab mit Schlagzeuger Tim unterhalten.

cult: Wie war‘s mit den Sportis?

Tim: Wir wurden zum ersten Mal in unserem Leben nach Autogrammkarten gefragt, ich wusste nicht, dass es noch Leute gibt, die so was haben wollen…

Stimmt, heutzutage gibt’s nen Facebook-Like und gut ists. Jetzt kommt ihr aber von der großen Bühne auf die kleinere im Volkstheater. Da stellt sich natürlich die Frage, ob ihr selber ins Theater geht?

Ab und zu, ja. Meine Cousine spielt lustigerweise auch im Volkstheater, die ist da fest im Ensemble.

Jung seid ihr ja, was an euch ist radikal?

Also unsere Musik ist jetzt nicht so radikal. Radikal ist eher, wie wir unser Ding durchziehen, wir machen, worauf wir Bock haben und lassen da auch keinen reinreden.

Radikal ist auch euer Tourplan im letzten Jahr gewesen, zusätzlich kam euer Debütalbum „Heads and Tales“ raus, wird’s dieses Jahr etwas ruhiger?

Da sind wir auch radikal, ja! 2017 wird nach außen etwas ruhiger wirken, wir machen und schreiben mehr Musik und sind nicht ganz so oft auf der Bühne. Wir wollen auch gerne mit anderen Leuten schreiben, Ende Mai machen wir zum Beispiel was mit Drangsal.

Ihr spielt dieses Jahr beim Great Escape Festival in Brighton, eines der Newcomer Festivals überhaupt. Was unterscheidet denn Konzerte im Ausland von denen hierzulande?

Ich glaube, dass das deutsche Publikum deutlich kritischer ist. In Amerika feiern die Leute auch Sachen, die sie nicht kennen. Die Deutschen sind da etwas anders und achten zum Beispiel auch mehr auf Fehler.

Bleibt das Great Escape denn ein einmaliges UK-Gastspiel oder wollt ihr da noch mehr?

Wir haben immer gesagt, das Projekt KYTES soll international konkurrenzfähig sein. Es soll nicht jeder sofort checken, wenn er uns hört, dass wir aus München kommen. Sondern vielleicht aus Frankreich oder eben UK.

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