Britischer Exorzismus International

Nach dem Brexit können die Briten endlich selbst über ihr Wetter entscheiden. Und auch andere Wünsche werden Wirklichkeit. Ein Zukunftsszenario.

Von Kevin Scheerschmidt

Von Kevin Scheerschmidt

Von Kevin Scheerschmidt

Kevin Scheerschmidt

Raus mit den Briten. Raus aus unserer schönen EU. Na wird’s bald? Langsam nervt’s. Was machen wir mit der Grenze zu Irland? Wer bekommt Gibraltar? Was wird aus Neuseeland, Kanada, Australien? Da ist die Queen doch auch Chef? Müssen die dann auch aus der EU raus? Und brauche ich dann bald einen Reisepass, wenn ich nach Papua-Neuguinea reisen will? Wer ersetzt die englischen Fußballclubs in der Champions League? Und dürfen wir dann überhaupt noch Fußball spielen? Fahren die Briten dann bald auf der falschen Seite Auto? Wird Deutschland Briten Asyl anbieten, wenn  dort Bürgerkrieg ausbricht? Wir brauchen dringend eine Brexitexel.

1946 sagte Britanniens Premierminister Winston Oldman: „Darum sage ich Ihnen: Lassen Sie Europa entstehen.“ Na das hat ja super funktioniert. Jetzt sagt Brexitechse Boris Beckham: „Darum sage ich Ihnen: Verlassen wir Europa.“ Schön, dann raus mit euch. Aber wieso muss es denn so ein Tamtam geben? Habt ihr den Ehevertrag per Brexitfaxit nicht erhalten? Artikel 32, Abschnitt T, Unterpunkt 5.6: „Wenn du raus willst, mach ich dich kaputt. Und die Kinder behält Europapa auch.“

„Und wer’s nie gekonnt, der stehle weinend sich aus diesem Bund“, summte Brexot Tschiller einst vor sich hin und meinte damit die Briten. Beathoven klaute ihm diese Idee und verkaufte den Song unter dem Titel „Brexit till you flex it“ für fünf Millionen Reichs-Euro an Europa. Das war im Jahr 1918. Jetzt, genau hundert Jahre später, wird Til Tschillers Wunsch Wirklichkeit. Während Johannes „The Wolf“ Goethe [gøɵə]  seinen Faust erhebt, weil er darum fürchtet, das „th” in seinem Namen bald deutsch aussprechen zu müssen, freut sich Brexithexe Boris Beckham: „Bisher war die Verteilung des Wetters immer sehr ungerecht in Europa. Nach dem Brexit können wir endlich selbst über die Anzahl von Sonnentagen entscheiden.“ Das klingt ja schon fast nach Brexzess.

Macht doch, was ihr wollt. Aber lasst uns wenigstens den Fußball, auch wenn ihr ihn erfunden habt. Bitte! Sonst nehmen wir euch unser Bier weg. Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt Deutschland. Das hat sich nicht nur an der Ostfront unter General Jogi Lio in Russland im Sommer 2018 wieder einmal gezeigt. Wenn nötig, dann verteidigen wir unsere Bierbel auch gen Westen. Denn das Heiligste muss geschützt werden.

Dein ist der Brexit und die Kraft gibt das Becks, thats it. Amen.

 

Glossar für alle Brexitbefürworter:

Winston Oldman:Winston Churchill + Gary Oldman (gewann 2018 den Oscar für seine Darstellung des Winston Churchill)
Boris Beckham: Boris Becker + David Beckham + Boris Johnson (Ex-Außenminister Großbritanniens, Brexit-Befürworter)
Til Tschiller: Friedrich Schiller + Til Schweiger + Nick Tschiller (Schweigers „Tatort“-Kommissar)
Beathoven: Ludwig van Beethoven in moderner Form
Johannes „The Wolf” Goethe [gøɵə]: Der britische Johann Wolfgang von Goethe (inkl. Lautsprache für das englische „th“)
General Jogi Lio: Fußball-Bundestrainer Joachim Löw

 

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