Avignon – ein Fiebertraum

Beobachtungen aus dem Festivaltaumel.

Von Kevin Scheerschmidt

Von Kevin Scheerschmidt

Von Kevin Scheerschmidt

Kevin Scheerschmidt

Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft B.A. (2013-2018) in Frankfurt am Main und seit 2018 Theater-, Film- und Fernsehkritik in München. Berufung: Film! Motto: Filme müssen wenn möglich auf der großen Leinwand konsumiert werden. Egal ob kleinster Independent oder größter Blockbuster, jeder Film hat das Potential großartig sein zu können. Jeder Film verdient eine Chance.

12. Juli, Abendzeit
die Nacht hat erst begonnen
bis Avignon ist es noch weit
der Sprinter wird erklommen.
 
Ein Fischer ist der Steuermann
er lenkt den schweren Wagen
nur Fische beißen keine an
Studierende am Haken.
 
 
Das Ziel erscheint im Fiebertraum,
ist’s wirklich...? Kann es...? Cool!
Es wirkt so schön, man glaubt es kaum
ein Haus mit einem Pool.
 
 
Los geht es mit: „Architecture“
im Glanz des Papstpalasts
zur Pause geht’s hinaus zur Tür
hinfort aus diesem Knast.
 
 
 
Tag Zwei, Europa an der Wand
für Brüssel gibt es von der Leyen
wird so l'Europe ein Wunderland?
Wer kann Alice befreien?
 
 
 
Nach einer Wein- und Winzertour
erscheint alles gedreht
die Waschmaschine schleudert nur
La Maison de Thé.
 
 
 
Mit Brille fühl’n wie Robocop
der High Tech, er ist da
chinesisch, das versteh ich doch
Skynet wunderbar.
 
Von Schleudergang zu pflegeleicht
Geschichte einer Befreiung
Lektüre dem Theater weicht
bis zur Geschenkverleihung.
 
 
 
Juli 16, Geburtstagsfest
bevor man uns empfing
beeindruckt man den Saal verlässt
Sir Martin Luther King.
 
Von Schultheater, Bluterguss
ich fürcht’ es ist ein Graus
zu Tanztheater, Zuckerguss
Performance-Augenschmaus.
 
Ein Ausflug nach Aix-en Provence
Wolfgang Amadeus Mozarts
Requiem – Alors on Danse –
auf jede ausgestorbene Art.
 
„Outside“ wird zum Schluss besucht,
zwei Künstler, Kirill und Ren Hang
Serebrennikov ergründen versucht
warum Ren aus dem Fenster sprang.
 
Die Rückfahrt, 13 Stunden lang,
bringt Zeit zum resümieren,
das Wetter top wie das Programm:
Theater, Oper, fein dinieren.
 

 
Fazit: Die Zeit wurd’ genossen
ein Aufenthalt zum sich was gönnen
Alkohol ist auch geflossen
bis nächstes Jahr: Französisch können!
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